

Leibliche Praxis
pp. 129-150
in: Thomas Alkemeyer, Volker Schürmann, Jörg Volbers (eds), Praxis denken, Berlin, Springer, 2015Abstract
Praxistheorien übernehmen eine Vermittlungsaufgabe. Sie nehmen eine Zwischenstellung ein, deren genaue Positionierung je nach theoretischem Umfeld bzw. Theoriegeschichte variieren kann. Sie sollen Sozialität erklären helfen, ohne dass auf ihrerseits begründungsbedürftige Einheiten wie Individuen, Subjekte, Systeme oder diskursive Strukturen als Explanans zurückgegriffen wird. Es wird mit dem Begriff der Praxis an eine bis auf Aristoteles zurückgehende Begriffsgeschichte angeschlossen, die statt von identifizierbaren Elementen, aus denen sich das Soziale ‚zusammensetzte", von einem sozialen Geschehen ausgeht, dessen Sinn im Vollzug selbst besteht.