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Biographie und ihre Medialität
pp. 391-402
in: Helma Lutz, Martina Schiebel, Elisabeth Tuider (eds), Handbuch Biographieforschung, Berlin, Springer, 2018Abstract
Der Beitrag setzt sich mit dem Zusammenhang von Auto-/Biographien und Medialität auseinander. Ausgehend von der Annahme, dass auto-/biographische Kommunikation eine grundlegende Rolle in der menschlichen Verständigung spielt, wird diese Frage um das konstitutive Element der Medialität erweitert. Der auto-/biographische Selbst-/Fremdreflexionsprozess wird fundiert, indem er die medialen Bedingungen seiner Vermittlung in den Blick nimmt. Vor dem Hintergrund einer Ausdifferenzierung des Medialen und neuer Nutzungsformen wird die Auffassung vertreten, dass durch Medialisierung neue Perspektiven zur Erforschung des Auto-/Biographischen erforderlich werden. Der Beitrag argumentiert, dass selbst der wissenschaftliche Forschungsprozess davon berührt wird. Im Anschluss an Jörg Dünne und Christian Moser wird das Konzept der Automedialität vorgestellt.